Kirchgehsenke und Gänsebratenspitze

Weihnachten ist auch für die Stromkonzerne eine ungewöhnliche Zeit. Der Stromverbrauch schwankt entgegen allen sonstigen Regeln. So sinkt der Verbrauch am 24. Dezember zwischen 19.30 und 22.00 Uhr plötzlich um 10 Prozent gegenüber normalen Tagen. Experten sprechen hier von der "Heiligabend-zur-Kirchgehsenke". An anderen Tagen ist dies die Zeit, wo der Stromverbrauch in den Haushalten steigt: die Lichter gehen an, die Heizung wird hochgedreht und der Fernseher wird eingeschaltet.

Der höchste Stromverbrauch des Jahres steht den Stromerzeugern jedoch am Vormittag des 1. Weihnachtsfeiertages bevor. Zwischen 9.00 und 11.30 Uhr steigt der bundesweite Stromverbrauch um 30 Prozent über den Durchschnitt. Grund dafür sind die zahllosen Gänse- und sonstigen Braten, die in dieser Zeit zubereitet werden. Für die Stromkonzerne ist das allerdings Routine. Sie steigern die Leistung in ihren Kraftwerken und zudem sind in dieser Zeit kaum Industriebetriebe am Netz, die an Werktagen viel Strom verbrauchen.

Der Strom ist zu Weihnachten also gesichert – und der Gänsebraten ebenfalls. Bleibt uns als Stromtip-Redaktion nur, allen Nutzern und Lesern ein fröhliches und warmes Weihnachtsfest zu wünschen. Gleichzeitig möchten wir uns bei allen Stromtip-Lesern für die Treue bedanken. (st)

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