Millionenbelastung durch Emissionshandel

Der Stromkonzern Vattenfall rechnet durch die Einführung des Emissionshandels mit Mehrkosten von mindestens 160 Millionen Euro innerhalb der nächsten acht Jahre. In den 160 Millionen Euro ist noch kein Wachstum der Stromproduktion eingerechnet. Außerdem liegt der Berechnung ein Preis von 10 Euro je Verschmutzungsrecht zugrunde. Dieser Preis kann nach Ansicht des Unternehmens aber deutlich höher liegen.

Vattenfall hatte in den vergangenen Monaten versucht, mehr Zertifikate für die Modernisierung ostdeutscher Braunkohlekraftwerke in den 90er Jahren zu erhalten. Nach dem vorliegenden Gesetzentwurf bleibt die Menge der Zertifikate jedoch hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück. Vattenfall fürchtet dadurch Standortnachteile in Ostdeutschland. Das Unternehmen erzeugt rund 59 Prozent des Stroms in dortigen Braunkohlekraftwerken. Bei den Konkurrenten RWE, E.ON und EnBW liegt der Anteil der Kohlendioxid-intensiven Braunkohlekraftwerke deutlich niedriger. (st)

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