Stromkonzerne florieren: Eon gewinnt sogar 25 Prozent

Die vier großen deutschen Energiekonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall, die wegen der beabsichtigten Stromerhöhungen unlängst schwere Kritik von Politikern und Verbraucherschützern hinnehmen mussten, haben ihre Betriebsergebnisse im ersten Halbjahr 2004 massiv gesteigert. Der Essener RWE-Konzern konnte beispielsweise sein Nettoergebnis um 23 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro erhöhen. Wie die RWE erklärt, sei es gelungen, den Anstieg der Großhandelspreise sowie durch die Gesetzgebung bedingte Mehrkosten an den Kunden abzuwälzen. Das berichtet die Berliner Zeitung.

Ähnlich ist die Situation beim Eon-Konzern, in dem alle Einheiten einen zweistelligen Zuwachs erfuhren. So stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Kerngeschäft um 25 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Auch die baden-württembergische EnBW, die 2003 einen Konzernverlust von knapp einer Milliarde Euro verkraften musste, schreibt wieder schwarze Zahlen: Der Stromumsatz stieg um 11,8 Prozent. Beim Vattenfall Europe-Verbund kletterte der Gewinn nach Steuern um 41 Millionen Euro auf 146 Millionen Euro, obwohl der Umsatz aus dem Stromvertrieb leicht rückläufig war. Das Florieren der Stromkonzerne erklärt sich durch die Gewinne im Stromgeschäft. Die Konzerne profitieren aber auch von der Umsetzung konzerninterner Rationalisierungsprogramme.

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