Strompreisforderungen der Konzerne unverantwortlich

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) stellt sich entschieden gegen weitere Erhöhungen der Strompreise nach der Neuverteilung der CO2-Zertifikate im Emissionshandel von 2008 bis 2012. Die Bundesregierung hatte sich darauf geeinigt, der Energiewirtschaft den größten Anteil der Einsparungspflichten aufzuerlegen. "Die Stromkonzerne verschweigen bei ihren Drohungen mit höheren Preisen, dass sie den weitaus größten Teil der Zertifikate kostenlos erhalten und dennoch als Kosten an die Verbraucher weiterverrechnen", so Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. "Sie sollten die so gemachten Gewinne jetzt dafür einsetzen, den Emissionsausstoß durch Investitionen in moderne Technologien effektiv zu senken."

Zudem eröffneten sich in naher Zukunft Möglichkeiten, durch Projekte in Entwicklungsländern und Osteuropa Zertifikate billig nachzukaufen. "Die Strompreise bewegen sich schon jetzt in Größenordnungen, die der Wirtschaft ernste Probleme bereiten", so Panitz. Weitere Preissteigerungen seien auch deshalb unverantwortlich, weil sie neben den privaten Haushalten insbesondere kleine und mittlere mittelständische Unternehmen beträfen. "Sie sind jetzt vermehrt von der Teilnahme am Emissionshandel befreit worden. Das bedeutet aber auch, dass sie eben nicht die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Zertifikaten hohe Energiepreise abzufedern", so Panitz.

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