Gazprom will auf den deutschen Markt vordringen

Der russische Energiekonzern Gazprom verhandelt nach Informationen der Tageszeitung Die Welt über eine Mehrheitsbeteiligung an dem von der Concord Power GmbH geplanten Gas- und Dampfkraftwerk Lubmin bei Greifswald. Damit will Gazprom weiteren Nutzen aus der geplanten Ostseepipeline ziehen, die ab 2010 St. Petersburg mit Greiswald verbinden soll.

Außerdem könnte das russische Unternehmen so einen Zugang zum Endkundengeschäft in Deutschland aufbauen. Unlängst hatte Gazprom-Chef Alexej Miller mit der Benachteiligung von Europa bei der Erdgasversorgung gedroht, sollte ihm der Zugang zum Endkunden verwehrt werden. Gazprom ist derzeit der größte Produzent von Erdgas in der Welt.

Das Gaskraftwerk Lubmin wird von der Concord Power GmbH, einer Beteiligung der Hamburger Saalfeld Holding GmbH, geplant. Wie Die Welt aus Energiewirtschaftskreisen erfuhr, spricht die Saalfeld Holding GmbH seit Monaten mit Gazprom über eine Beteiligung. Dabei könne es sich auch um eine Mehrheitsbeteilung handeln.

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