Modellversuch "Informative Stromrechnung" gestartet

Stromrechnungen sind für Verbraucher häufig unverständlich. Der neuen EU-Richtlinie zur Energieeffizienz und Energiedienstleistungen folgend haben die Stadtwerke Heidelberg jetzt mit Unterstützung des Instituts für Energie- um Umweltforschung Heidelberg ein Modellprojekt gestartet. Dabei erhalten mehr als 6.000 Heidelberger Haushalte in diesem Monat eine ergänzte "informative Stromrechnung".

Ziel des Modellversuches ist es, ein für die Versorger möglichst einfach in die Rechnungserstellung zu integrierendes und kostengünstiges Instrument zu entwickeln, welches den Stromkunden trotzdem nicht nur allgemeine Informationen zum Stromsparen bietet, sondern auch individuelle Rückmeldungen zum eigenen Stromverbrauch gibt.

Die zweiseitige Beilage zur Stromrechnung enthält als erstes eine Tabelle mit Vergleichswerten von Stromverbräuchen gleicher Haushaltsgröße. Es werden Vergleichswerte mit und ohne elektrische Warmwasserbereitung angegeben. Zusätzlich erhalten die Kunden mit einer Abbildung Hilfestellungen, wo sie den eigenen Verbrauchswert in ihrer Rechnung finden.

Im zweiten Teil der Beilage werden Handlungsoptionen in Form von einfachen und an die Jahreszeit angepasste Stromspartipps gegeben, beispielsweise zur Vermeidung eines ineffizienten Einsatzes von Raumklimageräten oder zum sommerlichen Trocknen der Wäsche ohne elektrisch betriebenen Trockner. Die Tipps enthalten auch Angaben, welche Kosten bei der Umsetzung vermieden werden können.

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