Deutsche Strompreise europaweit an vierter Stelle

Die Strompreise für private Haushalte sind in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zwischen Januar 2005 und Januar 2006 durchschnittlich um 4,6 Prozent gestiegen. Betrachtet man den Zeitraum von Januar 2000 bis Januar 2006, so haben die Strompreise in den zu diesen Zeitpunkt 15 Mitgliedsstaaten um insgesamt 9 Prozent zugelegt.

Die Preissteigerungen zwischen Januar 2005 und Januar 2006 fielen in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich aus. Für private Haushalte waren die höchsten Preisanstiege in Zypern (+31,4 Prozent), Malta (+23,3 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+14,2 Prozent) zu verzeichnen, während die Preise in Lettland und Litauen stabil blieben und in Belgien (-2,6 Prozent) und Österreich (-5,2 Prozent) sanken.

In absoluten Zahlen waren die Strompreise für private Haushalte im Januar 2006 am höchsten in Dänemark (23,62 Euro pro 100 kWh), gefolgt von Italien (21,08), den Niederlanden (20,87) und Deutschland (18,32). Die niedrigsten Preise wurden in Griechenland (7,01), Litauen (7,18), Estland (7,31) und Lettland (8,29) beobachtet.

Der Steueranteil an den Strompreisen der privaten Haushalte war in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich und reichte von etwa 5 Prozent in Malta, dem Vereinigten Königreich und Portugal bis über 40 Prozent in Dänemark (58 Prozent) und den Niederlanden (42 Prozent). In Deutschland liegt der Steueranteil bei 25 Prozent.

Diese Zahlen werden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlicht.

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