"Menschliches Versagen" schuld am Stromausfall

Bei den internationalen Ermittlungen wegen des europaweiten Stromausfalls am 4. November gilt "menschliches Versagen" als wahrscheinlichste Ursache des Netzzusammenbruchs. Das schreibt die WELT in ihrer Online-Ausgabe.

Die Betriebsstörung vom Samstagabend habe nichts mit der Qualität des Stromnetzes zu tun gehabt, erklärte der Vorstandsvorsitzende der E.on Energie AG, Johannes Teyssen, vor dem Deutschen Nationalen Komitee des Weltenergierates in Berlin. Teyssen: "Es hat nie, an keinem Tag, zu keiner Sekunde an den notwendigen Investitionen gemangelt."

Gleichzeitig erklärte er, es sei falsch, bei den Stromausfällen am Wochenende von einem "Blackout" zu sprechen. Vielmehr habe es sich um eine gezielte und kontrollierte Abschaltung gehandelt, um eine Netzüberlastung zu vermeiden. "Deshalb hat die Stromversorgung nach nur einer halben Stunde in ganz Europa wieder reibungslos funktioniert", sagte Teyssen. Bei einem echten Blackout hätte dies mindestens einen Tag gedauert.

E.on hatte die Verantwortung für den Stromausfall übernommen. Teyssen versprach, E.on werde in wenigen Tagen einen Abschlussbericht zu den Ursachen des Stromausfalls vorlegen.

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