Bundesnetzagentur legt Netzentgelte fest

Die Bundesnetzagentur hat die Netzentgelte von Übertragungsnetzbetreibern genehmigt. Dabei mussten die Stromkonzerne teilweise erhebliche Kürzungen der beantragten Entgelte hinnehmen. Im Fall der Vattenfall Europe Transmission GmbH betrug die Kürzung ca. 15 Prozent, im Fall der RWE Transportnetz Strom GmbH ca. 28 Prozent und im Fall der EnBW Transportnetze AG ca. 29 Prozent.

"Diese Kürzungen gehen auf keinen Fall zu Lasten der Qualität und Sicherheit der Netze und beeinträchtigen auch nicht die Investitionsfähigkeit der Netzbetreiber in der Zukunft. Unsere Prüftätigkeit erkennt nur das an, was nachgewiesen und erforderlich ist", so der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth.

Die Kürzungen folgen aus Rechtspositionen in den Anträgen der Netzbetreiber, die die Bundesnetzagentur schon in der jeweils vorhergehenden Genehmigung nicht anerkannt hatte. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat die Entscheidung der Bundesnetzagentur in einer eigenen Pressemitteilung bereits begrüßt.

Der Stromversorger Vattenfall hat angekündigt, die Preisdifferenz an die Kunden weiterzugeben. Er warnte jedoch vor überzogenen Erwartungen. Ein durchschnittlicher Haushalt in Berlin spare durch die Kürzung der der Netzentgelte ganze elf Euro im Jahr, sagte Vattenfall-Chef Tuomo Hatakka der BILD-Zeitung.

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