NABU: Kosten für Asse nicht beim Steuerzahler

Vor der entscheidenden Bundestagsdebatte über die Novelle des Atomgesetzes am morgigen Freitag fordert der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Kosten für die Sanierung und Stilllegung des Atommülllagers Asse von den Atomkonzernen auf die Steuerzahler abzuwälzen. „Wer Abfall verursacht, der muss für seine Entsorgung zahlen“, erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Die Bestimmung für das Atommülllager Asse im Entwurf der Atomgesetznovelle, der morgen im Bundestag zur Abstimmung steht, laute jedoch uneingeschränkt: „Die Kosten für den Weiterbetrieb und die Stilllegung trägt der Bund.“

Es sei davon auszugehen, dass ein Großteil der in der Asse eingelagerten radioaktiven Abfälle ursprünglich aus den Atomkraftwerken der Energiekonzerne stamme. „Die sichere Entsorgung aller radioaktiven Gebinde, die aus Atomkraftwerken stammen, muss selbstverständlich von den Betreibern dieser Kraftwerke finanziert werden. Sonst werden die wahren Kosten der Atomkraft auf den Staat verschoben und verschleiert“, so Miller.

 

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