ver.di: Stellenabbau bei E.ON nicht gerechtfertigt

Der Energiekonzern E.ON hat angesichts der weltweiten Rezession und der sinkenden Nachfrage nach Strom ein Sparprogramm angekündigt. Insgesamt sollen 1,5 Milliarden Euro eingespart werden, wobei für die Konzernführung auch ein Abbau von Stellen denkbar ist. Weltweit beschäftigt E.ON rund 88.000 Mitarbeiter, davon die meisten in Deutschland.

Die Gewerkschaft ver.di hat den von E.ON in Aussicht gestellten Jobabbau wegen der „außerordentlich guten Ertragslage“ als „ungerechtfertigt“ kritisiert. Es sei falsch, die Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung von 9,5 Prozent zu beschenken und gleichzeitig Arbeitsplätze zu vernichten, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ott. Auch eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen durch Outsourcing und Fremdvergaben lehne die Gewerkschaft entschieden ab.

Ott forderte den Vorstand des Energiekonzerns auf, auch künftig auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, keinerlei Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen vorzunehmen sowie Betriebsräte, ver.di und Aufsichtsräte mitbestimmend in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

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