Atomstrom - wirklich billig?

Atomstrom ist günstig, so lautet das Credo der Atomkraftbefürworter. In den abgeschriebenen Meilern könne Strom konkurrenzlos billig produziert werden. Stimmt das? Wir haben uns die Kosten des Atomstroms mal genauer angeschaut.

In Deutschland gibt es derzeit 17 Atommeiler, die von Wartungsarbeiten oder Störungen abgesehen, seit Jahrzehnten Strom produzieren. Und dieser Strom, so die Betreiber der Atomkraftwerke, sei sehr günstig. Würden die Kernkraftwerke wegfallen, stiege der Strompreis. Doch die Realität sieht anders aus: In den vergangenen Jahren ist der Strompreis um 50% gestiegen, trotz laufender AKW. Befürworter der Atomkraft argumentieren wiederum, dass ohne die AKW der Preis noch höher sei.

Tatsächlich ist der Atomstrom in der Produktion für die AKW-Betreiber günstig. Doch das muss nicht bedeuten, dass die günstige Produktion auch beim Verbraucher ankommt. Was den Atomstrom so „billig“ macht:

  • Die alten Atommeiler sind längst abgeschrieben, neue wären viel teurer
  • Müll, Entwicklung, Versicherung – was bei anderen Kraftwerken selbstverständliche Kosten sind, fällt bei AKW weg
  • Atomstrom wird immer noch stark subventioniert


Zählt man all‘ das zusammen, bleibt vom „billigen“ Atomstrom kaum noch etwas übrig. Mehr in unserem Artikel zum Thema.


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