Ökostrom : News Verbraucherschützer fordern Umsturz der SolarförderungVerbraucherschützer fordern eine radikale Neuausrichtung der deutschen Solarförderung. Da der Neubau an Solaranlagen die Prognosen um ein Vielfaches übertreffe, stiegen die Kosten für Verbraucher auf nicht mehr "tragbare Dimensionen", heißt es in einem Positionspapier der Verbraucherzentrale Bundesverband. Allein für die 2009 gebauten Anlagen hätten die Mehrkosten 10 Milliarden Euro betragen. Bis 2013 summierte sich die Zusatzbelastung auf weitere 40 Milliarden Euro, wenn die Förderung wie geplant fortlaufe. Allein 2009 habe der Zubau von Anlagen mit einer Leistung 3.000 Megawatt den vom Solarverband BSW prognostizierten Zuwachs von 682 Megawatt um ein Vierfaches überstiegen. Die geplanten Mehrkosten hätten bei Einhaltung der Kalkulation rund 2,3 Milliarden Euro betragen. In der Folge plädieren die Verbraucherschützer für eine einmalige Reduzierung der staatlichen Förderung um 30 Prozent zum 1. Juli 2010."Aktuell verursacht die Herstellung und Installation einer Photovoltaikanlage in Deutschland Kosten von nicht mehr als 1.500 Euro pro Kilowatt. Daraus folgen Stromgestehungskosten von rund 18 Cent pro Kilowattstunde (unter Annahme einer 7,4-prozentigen Rendite für den Betreiber). Die Politik sollte Solarstrom daher nicht länger künstlich teuer halten. Künstlich teurer Solarstrom verhindert einen wirksamen Beitrag von Solarstrom für den Klimaschutz", erläutert Bernd Schüßler, Sprecher des Solarstrom-Magazins Photon http://www.photon.de, gegenüber pte. Angesichts des großen Zubaus bestehe eher eine Subventionserhöhung. Solarstrom vom eigenen Dach sei bereits zum Ende dieser Legislaturperiode so günstig wie Strom aus der Steckdose, sagte der BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Grund dafür seien sinkende Kosten durch technologische Weiterentwicklungen sowie durch einen beschleunigten Photovoltaik-Marktausbau. Das fordert der Bundesverband konkret:
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