Betonsarg für Morsleben

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stabilisiert eine leerstehende Kammer im Atommüllendlager Morsleben (Landkreis Börde) mit Spezialbeton. Dies soll verhindern, dass sich größere Mengen Salzgestein von der Decke lösen können, wie ein BfS-Sprecher am Donnerstag mitteilte. In den vergangenen Jahren waren im Endlager Morsleben mehrfach tonnenschwere Salzbrocken aus Zwischendecken herabgestürzt.
 
In der Kammer war 2009 ein Riss entdeckt worden. Da denkbar sei, dass sich auch größere Mengen von bis zu mehreren Tausend Tonnen Salzgestein lösen könnten, habe sich das BfS zur Verfüllung des Hohlraums mit Salzbeton entschieden. Zwei benachbarte kleinere Kammern würden ebenfalls mit Salzbeton verfüllt.
 
Die Arbeiten dauerten voraussichtlich bis Anfang 2011, hieß es.
Das laufende atomrechtliche Stilllegungsverfahren für Morsleben ist davon nicht betroffen.

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