Grüne wollen Asse-Akten ins Internet stellen

Die niedersächsischen Grünen wollen sämtliche Akten des Untersuchungsausschusses zum Atommülllager Asse der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sämtliche Unterlagen sollten im Internet einsehbar sein, forderte der Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel am Montag in Hannover. Dadurch sollten wissenschaftliche Forschung und journalistische Aufarbeitung ermöglicht werden, hieß es.
 
Die Grünen legten am Dienstag einen rund 20-seitigen Zwischenbericht zum Asse-Untersuchungsausschuss vor. Nach bislang 43 Sitzungen mit 44 Zeugenanhörungen und 46 Beweisbeschlüssen habe der Ausschuss eine «Unmenge an Fehlern, Verstößen, Manipulationen» sowie eine "kaum vorstellbare Verantwortungslosigkeit im Umgang mit Atommüll" herausgearbeitet, sagte Wenzel.
 
Seit Mitte Juni 2009 soll der Untersuchungsausschuss die Pannen und Schlampereien bei der Einlagerung von Atommüll in die Asse aufklären. In dem ehemaligen Salzbergwerk lagern etwa 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktivem Atommüll. Die Grube droht voll Wasser zu laufen und ist einsturzgefährdet. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte angekündigt, die Abfälle aus der Asse herauszuholen.
 

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