Elektroauto zum Mieten

ElektroautoMöchten Sie mal ein Elektroauto probefahren? Dazu gibt es bald Gelegenheit: Vom 3. Mai bis 30. Juni 2010 bietet die Sixt-Mietstation am Limbecker Platz in Essen Elektroautos zur Vermietung an. Danach sind die Autos in anderen Großstädten zu haben. Ab 59 Euro/Tag können der Karabag Micro-Vett 500 sowie ab 79 Euro/Tag der Karabag Micro-Vett Fiorino, beide basieren auf den Modellen von Fiat, auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden.
 
Mit dem Praxistest zeigen RWE und Sixt, wie unkompliziert Elektromobilität sein kann. Im Mietpreis sind alle Kilometer enthalten, nur die Stromkosten für die gefahrenen Kilometer kommen dazu. Die RWE-Pauschale beträgt 4 Cent/km. Das ebenfalls im Preis inbegriffene Navigationsgerät der Autos sorgt dafür, dass während der Fahrt alle RWE Ladesäulen schnell gefunden und angefahren werden können.
 
Bis zum 30. Juni 2010 können vier Elektroflitzer in Essen ausgeliehen werden, bevor sie in andere Städte aufbrechen: In den kommenden 12 Monaten machen sie in München, Hamburg, Dresden/Leipzig, Berlin, und Frankfurt Station.
 
Unterdessen sieht der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in der Elektromobilität große Chancen für eine zukunftsweisende und nachhaltige Energieversorgung im Verkehrssektor, wenn sie mit Strom aus Erneuerbaren Energien kombiniert wird. Damit lasse sich einerseits knapper werdendes Erdöl im Verkehrssektor ersetzen, das mit hohen Umweltbelastungen bei Produktion und Verbrennung verbunden sei. Andererseits könnten Elektrofahrzeuge mit Hilfe ihrer Batterien als Speicher für temporäre Überschüsse bei der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie fungieren und so die Integration der Erneuerbaren Energien im Stromsektor erleichtern.
 
Vor undifferenzierter Euphorie zur Elektromobilität warnen dagegen die führenden Umweltschutzverbände und fordern die Bundesregierung zu einer realistischen Betrachtung von Elektrofahrzeugen auf. Die von Regierung und Industrie angepriesenen Elektrofahrzeuge bringen weder den Klimaschutz in den nächsten 10 Jahren voran, noch lösen Elektroautos die Verkehrsprobleme von heute. Greenpeace Deutschland, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die Klimaschutzziele ins Zentrum der Verkehrspolitik zu stellen und in der Nationalen Plattform Elektromobilität nicht weiter einseitig den Interessen von Auto-, Chemie- und Stromkonzernen zu folgen.
 
 
 

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