20.03.2002 Niedersachsen hat Strombedarf europaweit ausgeschrieben


Der Niedersächsische Finanzminister Heinrich Aller erläuterte am 19. März 2002 im Landeskabinett, dass der derzeitige Stromliefervertrag zum Ende dieses Jahres ausläuft. Aus diesem Grund werde der Strombezug europaweit öffentlich ausgeschrieben. Das Ausschreibungsvolumen der fast 4 900 Abnahmestellen umfasse rund 310 Millionen Kilowattsunden (kWh) Strom.

Ausgeschrieben werde Strom mit einem Anteil von 24% aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) und von 7% aus regenerativen Energiequellen. "Durch Bündelung der Nachfrage werden Kosten eingespart und trotzdem ökologische Maßstäbe gesetzt", sagte Aller. Die Ausschreibung werde ausdrücklich die Bildung von Bietergemeinschaften ermöglichen, so dass auch regionalen und kommunalen Energieversorgungsunternehmen die Teilnahme an der Ausschreibung ermöglicht werde.

Der Vertrag solle mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen werden. "Diese um ein Jahr längere Laufzeit ist sinnvoll, da nach Markteinschätzungen in diesem Zeitraum keine fallenden Strompreise prognostiziert werden. Durch die längere Vertragslaufzeit erwarte ich auch einen Kostenvorteil, da der einmalige Aufwand eines Lieferanten für die Umstellung und Abwicklung eines solchen Bündelvertrages sehr kosten- und personalintensiv ist.", erklärte Aller.

KWK als Bestandteil des Strompreises


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