Keine Lust, keine Zeit oder Unklarheiten beim Stromtarifwechsel?
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Fragen und Antworten


Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Stromtarifwechsel
Sie haben Fragen zum Wechsel des Stromanbieters? Hier sind die Antworten. Sollten darüber hinaus Fragen offenbleiben, erreichen Sie uns zu Bürozeiten unter der kostenfreien Rufnummer 0800-226 39 92.



  Fragen zum Verlauf des Stromtarifwechsels



Kostet der Wechsel etwas?
Nein, der Stromtarifwechsel über Stromtipp.de ist kostenlos.

Wie funktioniert der Stromwechsel?
Der Wechsel ist einfach: Zunächst geben Sie Ihre PLZ und Ihren Stromverbrauch in den Stromrechner ein. Danach wird eine Liste der günstigsten Tarife aus Ihrer Region angezeigt, aus der Sie sich Ihren Wunschtarif auswählen. Nach der Tarifauswahl werden Sie zur Anmeldeseite weitergeleitet. Dort können Sie Ihren neuen Stromvertrag direkt online abschliessen oder sich die Unterlagen ausdrucken und portofrei an Stromtipp.de schicken.

Wie lange dauert der Wechsel?
Der Wechsel des Stromanbieters dauert zwischen sechs und zehn Wochen nach Abschluss des neuen Vertrages. Zwei Faktoren können diese Frist verlängern: Bei Tarifen mit Vorauskasse wartet der neue  Anbieter erst den Zahlungseingang ab, bevor er den Wechsel veranlasst. Der zweite Grund kann in den Kündigungsfristen des alten Vertrages liegen. Betragen diese beispielsweise drei Monate, verlängert sich der Wechsel um diese Zeit.

Gibt es eine Widerspruchsfrist?
Ja. Sie können auch nach bereits erfolgter Unterzeichnung innerhalb von 14 Tagen vom Vertrag zurücktreten, indem Sie den Widerruf schriftlich an den neuen Anbieter senden.

Was ist bei Umzug/Neueinzug zu beachten?
Wenn Sie sich rechtzeitig vor dem Umzug (6 bis 10 Wochen) für einen Stromanbieter entscheiden, kann die Belieferung direkt durch den neuen Anbieter erfolgen, ohne das der Grundversorger eine Zwischenversorgung vornehmen muss. Wenn Sie nichts unternehmen wird automatisch ein Stromliefervertrag mit dem Grundversorger zu dessen Standardtarif geschlossen. Allerdings können Sie diesen meist mit einer kurzen Frist wieder kündigen. Sie sollten sich bei einem anstehdenden Umzug oder Neueinzug also möglichst früh um einen günstigen Stromtarif kümmern.

Was passiert, wenn der neue Versorger in der Zeit des Wechsels die Preise erhöht?
Bei Tarifen mit Preisgarantie ist das nicht möglich. Bei allen anderen gilt: Der Versorger muss Preiserhöhungen schriftlich mitteilen. Dann steht Ihnen auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht zu – Sie können also sofort wieder wechseln.

Welche Daten werden beim Wechsel benötigt?
Neben Adresse, Kontaktdaten und Bankverbindung wird der Zählerstand und die Zählernummer benötigt. Wenn Sie Ihre Daten nicht online eingeben möchten, können Sie sich auch den Vertrag ausdrucken und uns portofrei zuschicken.

Wo finde ich Stromzähler bzw. Zählernummer?
Der Stromzähler ist entweder direkt in der Wohnung oder aber im Treppenhaus oder Keller untergebracht. Wenn Sie den Zähler nicht selbst finden können, fragen Sie beim Vermieter oder Hausmeister nach. Die Zählernummer finden Sie auf dem Stromzähler oder auf Ihrer Stromrechnung.

Muss ich meinen alten Stromvertrag selbst kündigen?
Nein, die Kündigung Ihres bisheriges Stromvertrages wird durch den neuen Stromanbieter vorgenommen.

Kann es sein, dass ich ohne Strom bin, wenn beim Wechsel etwas schief läuft?
Nein. Es gibt eine Versorgungspflicht für Energieversorger, die im Energiewirtschaftsgesetz verankert ist. Sollte Ihr neuer Stromanbieter also z.B. wg. Insolvenz nicht mehr in Lage sein, Sie mit Strom zu versorgen, springt Ihr regionaler Stromversorger ohne Ausfallzeit sofort ein. Sie brauchen sich über einen Stromausfall also keine Sorgen zu machen.

Sind bei einem Wechsel technische Änderungen nötig?
Nein, weder am Stromzähler noch an der Stromzuführung müssen Änderungen vorgenommen werden.



  Fragen zu Unterschieden bei den Stromtarifen




Strompaket bzw. Paket-Tarif– was ist das?
Mit einem Strompaket erwirbt der Kunde eine feste Strommenge von seinem Versorger. Diese Pakete sind meistens sehr günstig. Dem Versorger entfallen Verwaltungs- und Inkassokosten, der Aufwand ist für ihn viel geringer. Meist sind diese Angebote mit Vorauskasse kombiniert. Doch das rechnet sich für den Kunden nur dann, wenn dieser seinen Verbrauch ziemlich genau einschätzen kann: Nicht genutzte Kilowattstunden werden nicht vergütet, liegt der Verbrauch höher, ist der zusätzliche Strom teuer. Eine Abweichung im Verbrauch um die zehn Prozent ist meist okay, das Angebot ist immer noch günstiger.
 
Vorauskasse – wo sind Vor- und Nachteile?
Bei einem Vorauskasse-Tarif zahlen Sie Ihre gesamte jährliche Stromrechnung zu Beginn des Vertrages. Oft sind diese Tarife mit Strompaketen verbunden, was den Verwaltungsaufwand für den Versorger reduziert. Daher sind diese Tarife meist sehr günstig. Der Nachteil: Geht der Stromanbieter bankrott ist das Geld mit ziemlicher Sicherheit dahin. Auch muss man das Geld erstmal haben, denn bei einer vierköpfigen Familie können das schnell 800 Euro sein. Insgesamt ist das Risko jedoch eher gering: Hinter den meisten Anbieter mit Vorauskasse stehen Tochterunternehmen großer Konzerne oder etablierter Stadtwerke. Vorauskasse ist auch in anderen Branchen längst etabliert – beispielsweise bei der Autoversicherung.

Sonderabschläge – was ist das?
Sonderabschläge, wie sie beispielsweise TelDaFax Energy verlangt, sind sozusagen „Vorauskasse light“. Bei Vertragsabschluss werden einmalig Beträge zwischen 50 und 200 Euro fällig. Dafür sinkt der Arbeitspreis des Stroms. Dieser zinslose Kredit, den Sie dem Versorger geben, wird am Ende des Vertrages oder mit der ersten Stromrechnung verrechnet. Je höher der Sonderabschlag ist, desto höher ist auch der Rabatt auf den Strompreis.

Was ist ein Online-Tarif?
Online-Tarife können nur per Internet abgeschlossen werden. Diese Tarife bieten in der Regel keine telefonische Beratung und die Kommunikation zwischen Kunde und Anbieter läuft per E-Mail bzw. der Webseite des Anbieters.

Was genau ist Ökostrom?
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Varianten für Ökostrom. Den beiden ersten ist gemein, dass sie komplett auf Kraftwerke mit fossilen Energieträgern (Gas, Öl, Kohle, Uran) verzichten.

1. Bei der ersten wird zugesichert, dass die vom Kunden verbrauchte Energiemenge aus Wasserkraftwerken oder Windenergie produziert wird. Solaranlagen gibt es im Kraftwerksbereich übrigens noch nicht. Gegner dieses Ökostrommodells argumentieren, dass so keineswegs die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien gefödert wird, da nur vorhandene „grüne“ Kraftwerke unter einem neuen Namen zusammengefasst werden.
2. Das zweite Modell nutzt den Mehrpreis für Ökostrom, um diesen komplett in den Bau neuer Ökokraftwerke zu investieren. Dieses Modell hat wenig Gegner, da es zukunftsweisender ist.
3. Die dritte Variante ist diskussionswürdig und wird von keinem Verband als Ökostrom akzeptiert. Der Energiekonzern RWE hat den sogenannten „ProKlima Strom 2011“-Tarif im Programm. Laut Anbieter stammt weniger als die Hälfte des Strommixes aus Wasserkraft, der weit überwiegende Teil stammt aus Atomkraftwerken. Diese würden weniger CO2 als herkömmliche Kraftwerke emittieren, deshalb sei der Tarifname „ProKlima“ gerechtfertigt.



  Sonstige Fragen



Preisangaben: Brutto- oder Nettopreise?
Standardmäßig zeigt der Stromrechner alle Preise inkl. der Mehrsteuer an. Nur wenn Sie die Option "Gewerbe" anklicken, werden die Preise netto dargestellt.

Was bedeutet "Grundversorgung"?
Der Grundversorger ist der Energielieferant, der in einer Region die meisten Haushaltskunden hat. Das sind in aller Regel die Stadtwerke oder Großkonzerne. Der Grundversorger ist für die technischen Einrichtungen wie beispielsweise den Stromzähler zuständig. Er muss auch auf jeden Fall Strom liefern, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Niemand kann also ohne Strom dastehen. Der Grundversorger liefert Strom im ersten Moment zu sogenannten Grundversorgertarif, beispielsweise nach einem Umzug. Meist ist dieser Tarif sehr teuer, er hat jedoch auch sein Gutes: Er ist monatlich zu kündigen.

Kann ich mit einer Nachtspeicherheizung den Versorger wechseln?
Im Prinzip ja, aber es muss genau geprüft werden, ob sich das lohnt. Diese Tarife werden nur von den lokalen Versorgern angeboten. In der vergangenen Zeit wurden diese auch überproportional teurer. Beim Wechsel zu einem anderen Versorger wird dieser nicht mehr zwischen Nacht- und Tagstrom unterscheiden. Es gibt nur den einen Tarif, der 24 Stunden am Tag gilt. Um hier zu prüfen, muss man einfach die beiden Strommengen aus beiden Zählern addieren und auch die Kosten der beiden Rechnungen, beziehungsweise Rechnungsbeträge. Jetzt ist es einfach, denn nun wird die Gesamtzahl der Kilowattstunden in den Rechner eingegeben und geprüft, ob der Betrag beim neuen Anbieter günstiger wäre.
Der nächste Schritt besteht darin zu klären, ob der neue Anbieter Kunden mit Zweitarifzählern akzeptiert, was nicht jeder tut.
Wie kann ich mit einem Zweitarifzähler den Anbieter wechseln?
Hier gilt das Gleiche wie bei der Nachtstromheizung: Kilowattstunden und gesamte Stromkosten addieren, dann über den Rechner den Wechsel prüfen (siehe oben).

Kann ich als Besitzer einer Wärmepumpe den Lieferanten wechseln?
Für Besitzer einer Wärmepumpe ist der Wechsel aus technischen Gründen nicht immer möglich. Um zu prüfen, ob sie Strom für die Wärmepumpe von einem anderen Anbieter beziehen können, ist die Art der Stromversorgung für die Wärmepumpe wichtig. Hier gibt es zwei Fälle:
a. Die Wärmepumpe wird permanent mit Strom versorgt. Hier ist ein Wechsel möglich
b. Die Wärmepumpe kann zu Zeiten hohen Stromverbrauches vom Anbieter ferngesteuert ab- und wieder angeschaltet werden. Diese Technik beherrscht nur der Grundversorger, ein Wechsel ist also nicht möglich.
Im zweiten Fall kann noch geprüft werden, ob die Wärmepumpe einen eigenen Zähler hat. Dann kann zumindest mit dem normalen Haushaltsstrom gewechselt werden.

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