Bundesamt hält 100% Ökostrom bis 2050 für möglich
Grundlage für die Studie des UBA ist ein Szenario, in dem alle Regionen in Deutschland ihre Potenziale zur Erzeugung erneuerbarer Energien weitgehend ausnutzen. Zugleich finde ein deutschlandweiter Stromaustausch statt, sodass Regionen mit besseren Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbaren Energien diejenigen Regionen unterstützen, die geringere Potenziale haben. Lediglich ein geringer Anteil des Stroms soll aus den Nachbarstaaten importiert werden. Flasbarth verwies darauf, dass die Berechnungen "sehr konservativ" seien.
Zugleich stellte der UBA-Präsident klar, dass Atomkraft hierfür keine Rolle spiele. Eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke sei weder erforderlich, um die Klimaschutzziele zu erreichen, noch um die Stromversorgung sicherzustellen.
Flasbarth verwies zudem auf die Bedeutung erneuerbarer Stromerzeugung für den Klimaschutz. Mehr als 40 Prozent der gesamten deutschen CO2-Emissionen entstünden in diesem Bereich. "Wenn wir die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent verringern wollen, müssen wir die Stromversorgung auf erneuerbare Energien umstellen", sagte Flasbarth. Nur so sei es möglich, die Treibhausgasemissionen nahezu auf Null zu senken.
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