Startschuss für Nord-Süd-Stromtrasse "SUED.LINK" gefallen

25.10.2013 von

Eine neue Gleichstrom-Höchstspannungsverbindung soll ab 2022 erneuerbare Energie von Schleswig-Holstein in die verbrauchs-starken Regionen nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren. Der Startschuss für das größte Energieinfrastruktur-projekt der Energiewende ist gestern gefallen.

Geplant und gebaut wird die „SUED.LINK“ genannte und mit 800 Kilometern längste Stromtrasse Deutschlands als Gemeinschaftsprojekt von den beiden Übertragungsnetz-betreibern Tennet und TransnetBW. Die vorgesehene Technik der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) ist für Strom-transport über große Entfernungen besonders gut geeignet und soll in Deutschland eine wichtige Rolle beim überregionalen Ausgleich von erneuerbaren Energien spielen.

„SUED.LINK“ besteht einerseits aus den Verbindungen von Wilster bei Hamburg nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt und von Brunsbüttel nach Großgartach in Baden-Württemberg.In enger Abstimmung mit der Bundesnetzagentur und den Planungsbehörden der Bundesländer wird derzeit eine wissenschaftliche Methode entwickelt, anhand derer Trassenkorridore für die über 800 Kilometer langen Verbindungen ermittelt werden können.

Tennet und TransnetBW haben angekündigt, noch vor der formalen Antragsstellung bei der Bundesnetzagentur mögliche Korridore mit der breiten Öffentlichkeit zu diskutieren.