Ehrgeizigere EU-Ziele für Erneuerbare würden Kosten sparen

21.03.2014 von

Ohne ein ehrgeiziges und verbindliches Ziel für den Ausbau der erneuerbaren Energien drohen Europa bis 2030 jährlich unnötige Milliardenkosten. So eine der zentralen Erkenntnisse einer Studie, die Greenpeace gestern vorgestellt hat.

Bei einem schwächeren Ausbau erneuerbarerEnergien würden starre Kohle- und Atomkraftwerke den flexiblen Ökostrom aus dem Netz drängen. Diese Abregelung von nahezu kostenlos verfügbarem Wind- und Solarstrom würde sich alleine in Deutschland bis 2030 auf jährlich 400 Millionen Euro addieren.

Ein Ausbau des Erneuerbaren Stromanteils auf bis zu 77 Prozent im Jahr 2030, so die Studie, wäre mit weit geringeren Investitionen in den europäischen Netzausbau möglich. Weil in diesem Szenario viele kleine Wind- und Solaranlagen statt wenige große Kraftwerken den Strom erzeugen, spart sich Europa insgesamt 24.000 Kilometer an Stromleitungen. Die Versorgungssicherheit wäre dabei rund um die Uhr gewährleistet.

Die EU-Kommission schlägt bislang einen Anteil der Erneuerbaren Energien von mindestens 27 Prozent vor, der zudem nicht für jedes Land verbindlich wäre. Greenpeace fordert die EU-Regierungs-Chefs auf, für drei national verbindliche Ziele einzutreten: ein Erneuerbaren-Anteil von 45 Prozent, eine CO2-Reduktion um mindestens 55 Prozent, sowie Effizienz-Einsparungen von 40 Prozent.