BEE: Investitionsstau auf dem Heizungsmarkt auflösen
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat an die Mitglieder des Vermittlungsausschusses appelliert, sich auf ein Gesetz zur steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen zu einigen und so den Investitionsstau aufzulösen. Ein Steuerabschreibungs-modell würde den dringend notwendigen Modernisierungsprozess im Wärmesektor sofort starten. Es würde zu mehr effizienten Heizungen, mehr Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt und einer verbesserten energetischen Qualität der Gebäude führen.
„Die Energiewende gelingt nur, wenn wir endlich die hohen Energieeinspar- und CO2-Minderungs-potenziale im Gebäudebestand angehen. Darüber sind sich nicht nur alle einig - diese Maßnahmen sind angesichts eines dramatisch gestiegenen Treibhausgasausstoßes auch notwendiger denn je", kritisiert BEE-Präsident Dietmar Schütz die monatelange Hängepartie zwischen Bund und Ländern.
Der BEE befürwortet dabei die Förderung von Teilsanierungen. Diese würden bei einem Investitionsaufwand von 15.000 bis 30.000 Euro bereits CO2-Einsparungen von 30 Prozent und mehr erreichen. Die degressive Ausrichtung des Modells stelle zusätzlich sicher, dass der Prozess der energetischen Modernisierung direkt nach Inkrafttreten beginne und Innovationen sowie Kostensenkungen über die mehrjährige Laufzeit des Programms realisiert werden könnten.
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„Bislang würde der Vorschlag der Bundesregierung nur Vollsanierungen mit einer hundertprozentigen Abschreibungsmöglichkeit fördern", gibt Martin Bentele, Sprecher der AG Wärme im BEE zu bedenken. Wegen des hierfür erforderlichen extrem hohen Investitionsaufwandes von rund 50.000 bis 100.000 Euro für ein typisches Einfamilienhaus würde dieses Modell aber nur 3 bis 5 Prozent der Bevölkerung erreichen und daher eine soziale Schieflage erzeugen.