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Greenpeace Energy geht gegen britische Atom-Subventionen vor

29.09.2014 von



Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy hat Widerstand gegen das Vorhaben von EU-Kommissar Joaquin Almunia angekündigt, großzügige staatliche Subventionen für einen Atomkraftwerks-Neubau in Großbritannien genehmigen zu wollen.


Mehrere Medien hatten über die Entscheidung des zuständigen EU-Kommissars berichtet. Dabei geht es um eine Vereinbarung zwischen dem britischen Staat und dem französischen Betreiber-Konzern EDF. Diese sieht vor, dass Strom aus dem geplanten Atomkraftwerk Hinkley Point C eine garantierte Einspeisevergütung von umgerechnet 10,6 Cent pro Kilowattstunde für die kommenden 35 Jahre erhält.

„Damit liegt der Preis für gefährlichen britischen Atomstrom mittelfristig mehr als 50 Prozent über dem, was saubere Windkraftanlagen in Deutschland als Vergütung erhalten", sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Denn die Vergütungsvereinbarung zu Hinkley Point C enthält auch einen Inflationsausgleich. Demnach würde nach Berechnungen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft der Strom aus dem Reaktor-Neubau nach 20 Jahren mit 15,7 Cent pro Kilowattstunde vergütet, während eine neue Windkraftanlage hierzulande maximal 9,27 Cent erhält.

Aus Sicht von Greenpeace Energy wäre eine Genehmigung der britischen Beihilfen wettbewerbsrechtlich fragwürdig, weil dadurch in Europa Marktvorteile für gefährlichen Atomstrom geschaffen und erneuerbare Energien benachteiligt werden. Greenpeace Energy plant deshalb juristische Schritte gegen eine Bewilligung der geplanten britischen Atom-Subventionen, weil diese die Produktion und den Handel von sauberem Ökostrom in der EU massiv benachteiligen.