Castor-Transporte stoßen auf starken Widerstand
Atomkraftgegner rechnen mit bundesweiter Unterstützung bei der für Samstag in Dannenberg geplanten Demonstration gegen den nächsten Castor-Transport ins niedersächsische Gorleben. "Bisher sind 203 Reisebusse aus der ganzen Republik angemeldet", teilte der Sprecher der Initiative "ausgestrahlt", Jochen Stay, am Sonntag mit. Täglich kämen zehn weitere Busse dazu. Die Entscheidung des Bundestages für längere Atomkraftwerkslaufzeiten habe "unglaublich viele Leute aufgerüttelt".80 Prozent der Deutschen haben Verständnis für Proteste gegen den bevorstehenden Castor-Transport von hochradioaktivem Atommüll ins niedersächsische Gorleben, ergab eine repräsentative Meinungsumfrage von TNS Emnid im Auftrag von Greenpeace. Auch 65 Prozent der Anhänger von CDU/CSU zeigen Verständnis dafür.
"Wir rechnen inzwischen mit den größten Protesten, die es im Wendland in 33 Jahren Streit um Gorleben jemals gegeben hat", sagte Stay. Nur ein Bruchteil der Demonstranten reise organisiert in Bussen an. Um Staus zu vermeiden, sei eine frühe Anreise sinnvoll. Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung am Samstag um 13.00 Uhr gibt es ein Bühnenprogramm.
Das geplante Atommüll-Endlager Schacht Konrad steht ebenfalls vor neuen Hürden. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung kann der Bund das Endlager nicht mehr im sogenannten "privilegierten Verfahren" bauen. Die niedersächsische Landesregierung wies einen entsprechenden Antrag des Bundesamtes für Strahlenschutz zurück. Die Behörde wird dadurch in Zukunft behandelt wie jeder andere Bauherr auch und muss Bauanträge an die Kommune richten. Allerdings ist die Stadt Salzgitter seit Jahren ein erbitterter Gegner des Projektes. Erfolglos klagte sie gegen die Atommüll-Deponie.













