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BWE und BUND kritisieren Gesetzespaket zur Energiewende

24.06.2011 von

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und den Bundesverband WindEnergie (BWE) haben das Gesetzespaket der Bundesregierung für die Energiewende kritisiert.

Der BUND-Vorsitzende, Hubert Weiger, forderte die Abgeordneten des Bundestages auf, im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) das Ausbauziel von 35 Prozent erneuerbarer Energie bis 2020 auf 45 Prozent zu erhöhen und kritisierte außerdem das Vorhaben, energieintensive Industrien von den Kosten für die erneuerbaren Energien noch stärker als bisher auszunehmen. „Die erneuerbaren Stromquellen haben mehr Potential, als die Bundesregierung glaubt. Schwarz-Gelb scheint die Wende hin zu 100 Prozent regenerativen Strom nicht wirklich zu wollen, sondern weiter auf die Zementierung der Großstrukturen in der Energieerzeugung und Jahrzehnte weiterer Kohleverstromung zu setzen", sagte Weiger.

Der BWE sieht dagegen vor allem die in der EEG-Novelle vorgesehenen Vergütungskürzungen für die Windenergie an Land als problematisch an. „Besonders im Bereich der Windenergie an Land führen die geplanten Maßnahmen eher zu einer Vollbremsung als zu einer Beschleunigung. Es ist der Sache eines zügigen Atomausstiegs nicht dienlich, wenn sich die Bundesregierung bereits im Herbst einem Fehlerbeseitigungsgesetz widmen muss", unterstrich der Präsident des BWE, Hermann Albers.