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Neue Stromtrassen: Bürger fordern mehr Mitbestimmung

05.01.2012 von

Neue Stromtrassen: Bürger fordern mehr MitbestimmungKnapp drei Viertel der Deutschen machen den Ausbau von Stromleitungen in Deutschland davon abhängig, dass künftig die Mitbestimmung der Bürger beim Trassenverlauf gestärkt wird.

Die heute gültigen Planungsverfahren halten dagegen nur noch 27 Prozent für ausreichend. Das ist das Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Putz & Partner, die 1.000 Bundesbürger zu ihrer Meinung nach dem Stromnetzausbau in Deutschland befragt haben.

Wie ein Plus an Bürgerbeteiligung ausgestaltet werden sollte, ist bei den Bundesbürgern umstritten. So wünschen sich 43 Prozent, die Gemeindevertreter stärker in die Planungsprozesse einzubeziehen und sehen die eigenen Interessen auf diesem Wege angemessen berücksichtigt.

30 Prozent sind allerdings der Meinung, eine repräsentative Mitbestimmung reiche für die Entscheidung über den Streckenverlauf von neuen Freileitungen nicht aus. Stattdessen sollte die Stromtrassen-Planung künftig Gegenstand eines basisdemokratischen Verfahrens werden, bei dem jede Bürgerstimme zählt.

Die Stimmung, auf die die Verantwortlichen des Netzausbaus in Deutschland treffen ist dabei grundsätzlich positiv. Immerhin 79 Prozent der Bundesbürger halten den Ausbau der Stromnetze als Teil der Energiewende für erforderlich.