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2012: Solarstrom für acht Millionen Haushalte erzeugt

02.01.2013 von

Im Jahr 2012 wurde Solarstrom für acht Millionen Haushalte erzeugt. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von etwa 45 Prozent. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) stehen in der Bundesrepublik mittlerweile rund 1,3 Millionen Photovoltaik-Anlagen.

„Deutschland erntet jetzt die Früchte seiner Anstrengungen bei der Solartechnik. Ihr Anteil an der Stromversorgung hat sich in nur drei Jahren vervierfacht. Gleichzeitig hat sich der Preis neuer Solarstromanlagen halbiert“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

Für 2013 sieht der Branchenverband neue Trends auf die Solartechnik zukommen: „Wir erwarten den verstärkten Einsatz von Batteriespeichern und modernen Energiemanagementsystemen. Solarstrom selbst zu erzeugen und selbst zu nutzen wird immer attraktiver. Der absolute Trend 2013 ist der eigene Stromspeicher, mit dem sich Solarenergie zeitversetzt nutzen und die Abhängigkeit vom Stromversorger weiter reduzieren lässt. Erfreulicher Nebeneffekt für die Energiewende: Dadurch ist weniger Netzausbau erforderlich.“

Strom kann in Deutschland inzwischen deutlich günstiger aus der eigenen Solarstromanlage erzeugt, als vom Stromversorger bezogen werden. Mit Erzeugungskosten von 15 bis 18 Cent je Kilowattstunde wird der Eigenverbrauch von Solarstrom vom eigenen Dach für immer mehr Privathaushalte und Gewerbebetriebe auch wirtschaftlich attraktiv. Zum Vergleich: Die Stromtarife für Bürger liegen bei rund 25 Cent je Kilowattstunde und dürften weiter steigen.

Die Photovoltaik deckt nach Angaben des BSW-Solar in Deutschland derzeit rund fünf Prozent des Strombedarfs. Bis 2020 strebt der Verband der Solarindustrie einen Ausbau des Solaranteils am Strom-Mix auf mindestens 10 Prozent, bis 2030 auf mindestens 20 Prozent an.