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Großabnehmer profitieren von historisch niedrigen Strompreisen

12.07.2013 von

Großabnehmer profitieren von historisch niedrigen Strompreisen 

Der Strom-Preisverfall für Großabnehmer setzt sich bis zum Jahr 2019 unvermindert fort. Erstmals sank jetzt auch der Preis zur Jahreslieferung von Grundlaststrom für das Jahr 2019 mit 3,965 Cent pro Kilowattstunde (kWh) unter die Marke von vier Cent, wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) auf der Basis von Daten der Strombörse EEX mitteilt. 

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Damit sind nunmehr alle Terminmarktkontrakte zur Jahreslieferung von Grundlaststrom zwischen 2014 und 2019, das heißt für die nächsten sechs Jahre, unter die 4-Cent-Marke gefallen. „Nach dem Ausstieg aus der Atomenergie im Jahr 2011 sind die Strompreise für Großabnehmer entgegen der allgemeinen Erwartung nicht rasant gestiegen, sondern im Mittel um über 40 Prozent gesunken", erklärte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch.

Die niedrigen Preise an der Börse bis 2019 zeigen, dass selbst die Abschaltung der nächsten drei Atomkraftwerke (2015 Grafenrheinfeld, 1.345 MW), (2017 Gundremmingen B 1.344 MW), (Philippsburg 2, 1.468 MW) bereits eingepreist ist und der Markt keine Stromlücke erwarte. „Die Großkunden wie die Industrie profitieren bis 2019 trotz der Abschaltung von dann 11 Atomkraftwerken von stabil niedrigen Preisen unter 4 Cent pro Kilowattstunde. Das sind historisch günstige Strompreise, wie sie zuletzt im Jahr 2005 und damit vor acht Jahren üblich waren", so Allnoch.

Zudem sende weder die angekündigte Verteuerung der CO2-Zertifikate (Backloading) noch der möglicherweise verzögerte Offshore-Ausbau in Deutschland derzeit ein Preissignal in Richtung einer Verteuerung des Stroms in der Zukunft.