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Energieausweis: Neues Bündnis will Veränderungen

12.09.2013 von

Energieausweis: Neues Bündnis will Veränderungen

Das „Bündnis Energieausweis“ setzt sich für Veränderungen beim Energieausweis ein, da der bisherige Energieausweis nach Ansicht der Partnerverbände weit hinter seinen Erwartungen als klimapolitisches Instrument zurück geblieben sei. 

Das Bündnis kritisiert die einerseits die verschiedenen Berechnungsmethoden der Energieausweise, deren Ergebnisse nicht vergleichbar sind. Derzeit existieren parallel Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis. Andererseits lasse die Verbraucher-freundlichkeit beim Design und die Aussagekraft des derzeitigen Ausweises zu wünschen übrig. Eigentümer und Mieter könnten mit der Darstellung nur wenig anfangen und auch die Aussagekraft des Bandtachos sei nicht nur in Fachkreisen umstritten.

Das Bündnis fordert eine Abkehr vom Dualismus des Bedarfs- und Verbrauchsausweises hin zum reinen Bedarfsausweis, mit einem einheitlichen Berechnungs-verfahren. Nur so könne er als Grundlage für Rechtsgeschäfte, für Fördermittel oder andere verbindliche Aussagen dienen und einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Des Weiteren fordert das Bündnis Effizienzklassen, um dem Nutzer einen klaren Überblick zu dem Zustand des Gebäudes zu geben.

„Der neue Gebäudeenergieausweis soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass jede verschwendete Kilowattstunde Energie auch eine Verschwendung finanzieller Ressourcen ist. Nur wenn Eigentümer und Mieter über den energetischen Zustand ihres Hauses fachlich korrekt und zuverlässig informiert sind, kann es ein Umdenken hin zu mehr Wirtschaftlichkeit bei der Energiebereitstellung und -nutzung geben“, so Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD)