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Verbraucherschützer fordern Steuermittel für EEG-Umlage

16.10.2013 von

Verbraucherschützer fordern Steuermittel für EEG-Umlage

Angesichts der erneut steigenden EEG-Umlage im nächsten Jahr müssen Verbraucher erneut mit höheren Stromkosten rechnen. Um die Verbraucher zu entlasten, fordern Verbraucherschützer die Regierung dazu auf, einen Teil der EEG-Umlage aus Steuermitteln zu finanzieren.

Schon jetzt zahlt ein durchschnittlicher Haushalt nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) knapp 185 Euro pro Jahr für den Ausbau erneuerbarer Energien. Mit der Erhöhung der EEG-Umlage um rund einen Cent pro Kilowattstunde werden es nächstes Jahr 220 Euro sein. Vor allem für Geringverdiener stelle dies eine enorme Belastung dar.

Holger Krawinkel, Geschäftsbereichsleiter Verbraucherpolitik beim vzbv, plädiert dafür, einen Teil der Ökostrom-Förderkosten in einen Fonds auszugliedern, der zunächst aus Steuermitteln gespeist würde. Es müsse aber geprüft werden, ob und in wieweit auch die Nutznießer der Energiewende an der Tilgung dieses Fonds beteiligt werden könnten.

Um die Kosten für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen zu halten, sollten darüber hinaus nur noch die günstigsten Erzeugungsarten gefördert werden. Krawinkel schlägt vor, die Vergütung für Neuanlagen auf maximal neun Cent pro Kilowattstunde zu begrenzen - unabhängig von der Technologie. Für Solar- und Windenergie an Land sei dies vollkommen ausreichend. Andere Erzeugungsarten, zum Beispiel Offshore-Windenergie, bräuchten dagegen einen Zuschuss. Dieser sollte allerdings nicht über den Strompreis, sondern aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.