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dena: EEG-Reform löst bestehende Probleme nicht

09.04.2014 von



Nach Ansicht der Deutschen Energie-Agentur (
dena) löst die gestern von der Bundesregierung beschlossene Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) die grundsätzlichen Probleme der Energiewende nicht. Dem Netzausbau und der Integration von erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung werden zu wenig Beachtung geschenkt.

„Der Ausbau der Windenergie im Norden wird weiter forciert. Der Strom kann aufgrund der fehlenden Netze nicht in den Süden transportiert werden, weshalb die Windenergieanlagen oft abgeregelt, aber dennoch bezahlt werden müssen“, erklärt dena-Chef Stephan Kohler die volkswirtschaftlich unsinnige Situation. „Gleichzeitig werden im Süden häufig alte Kraftwerke als sogenannte Redispatchanlagen betrieben und bezahlt, um kurzfristig auftretende Engpässe zu vermeiden oder zu beseitigen und um den Stromhandel abwickeln zu können.

Auch die Beibehaltung der Härtefallregelung wirke kontraproduktiv, weil dadurch Erneuerbare-Energien-Anlagen weiterhin auch dann vergütet werden, wenn der von ihnen produzierte Strom aufgrund von Netzengpässen nicht eingespeist werden könne. „Damit werden keine Anreize zur Energiespeicherung gesetzt, obwohl wir zukünftig Stromspeicher immer dringender benötigen werden“, so Kohler.

Um die Erzeugung und Nachfrage von erneuerbarem Strom besser auf einander abzustimmen, fordert Kohler ein verpflichtendes Ausschreibungsmodell mit Direktvermarktung für alle Erneuerbare-Energien-Anlagen. Um die Versorgungsssicherheit zu garantieren, spricht sich Kohler darüber hinaus für das Modell Kapazitätsmarkt aus.