Seite bewerten:
100%
0%

EEG-Reform: Verbraucherschützer fordern Nachbesserungen

02.06.2014 von


Anlässlich der öffentlichen Anhörung im Bundestag am heutigen Montag hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) deutliche Nachbesserungen an der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefordert.

Im Zentrum der Kritik stehen die Pläne, den Eigenverbrauch aus erneuerbaren Energien mit der EEG-Umlage zu belasten. Diese bedrohten einen elementaren Bestandteil der Energiewende und müssten aus dem Gesetzentwurf gestrichen werden. Die Bundesregierung plant, dass Haushalte und Unternehmen, die ihren Strom selbst erzeugen, künftig zur Kasse gebeten werden sollen. „Eine Belastung des Eigenverbrauchs widerspricht dem Sinn und Zweck der Energiewende. Der Bundestag muss dieser Regelung dringend einen Riegel vorschieben“, kritisiert Holger Krawinkel, Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv, das Vorhaben.

Auch die Neuregelung der Industrieausnahmen solle noch einmal auf den Prüfstand, so der vzbv. Werden die Industrierabatte wie geplant neugestaltet, könnte die ohnehin schon hohe Zusatzbelastung für Stromverbraucher noch einmal steigen. Dabei war im Vorfeld der Reform eine deutliche Eindämmung der Ausnahmen versprochen worden. „Das ist eine herbe Enttäuschung für die Verbraucherinnen und Verbraucher“, so Krawinkel. Die Reform sei eine gute Gelegenheit gewesen, die übermäßigen Industrierabatte auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren.