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Chinesische Solarhersteller verstoßen offenbar gegen EU-Auflagen

11.06.2014 von

Chinesische Solarhersteller verstoßen gegen EU-Preisauflagen

Die europäische Solarindustrieinitiative EU ProSun hat chinesischen Solarherstellern vorgeworfen, gegen vereinbarte Preisauflagen der Europäischen Union (EU) zu verstoßen.

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Die Initiative hat letzte Woche rund 1.000 Seiten Dokumente mit 1.500 Angeboten von chinesischen Solarprodukten, die unterhalb des zwischen der EU-Kommission und China festgeschriebenen Mindestpreises zum Kauf angeboten wurden, an die Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission weitergeleitet.

Die EU hatte Mitte 2013 Antidumpingzölle gegen chinesische Solarimporte verhängt. Um diesen Zöllen in Höhe von rund 50 Prozent zu entgehen, haben im August 2013 über 100 chinesische Solarhersteller der EU in Vertragsform angeboten, nur noch oberhalb eines sogenannten Mindestpreises von rund 56 Cent pro Watt zu importieren. Sowie die Europäische Kommission als auch der Europäische Rat haben diesem Mindestpreisangebot zugestimmt.

Nach Ansicht der Initiative EU ProSun werden aber flächendeckend weder Zölle gezahlt noch der Mindestpreis eingehalten. „Systematisch wird in Europa gegen die Antidumpingauflagen der EU verstoßen. Es scheint, als würde sich kein Hersteller aus China wirklich an die für Importe in die EU geltenden Mindestpreise halten. Die Kommission muss schnellstmöglich handeln, um diese Verstöße zu stoppen und Sanktionen einzuleiten", sagte Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun.