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Weitere beschädigte Atommüll-Fässer im Atomkraftwerk Brunsbüttel entdeckt

21.08.2014 von



Bei ersten Untersuchungen von Kaverne 2 im Atomkraftwerk Brunsbüttel hat der Betreiber Vattenfall weitere schadhafte Atommüll-Fässer entdeckt.

In Kaverne 2 wurden bislang 40 Fässer inspiziert, von denen 10 auffällig sind. Neben Lackschäden und Korrosions-befunden wurden Ablaufspuren und Ablagerungen am Fassmantel festgestellt. Zwei Fässer stehen nicht gerade im Lagergestell. Der Deckel eines Fasses ist nicht fest mit dem dafür vorgesehenen Spannring am Fass verbunden.

Wie die schleswig-holsteinische Landesregierung und auch die Aufsichtsbehörde verschiedentlich betont haben, seien die Kavernen aber sicher und eine Gefährdung des Personals im Kraftwerk wie auch der Umgebung sei zu keinem Zeitpunkt gegeben. Die Kavernen sind zu den Außenseiten durch dicke Betonwände geschützt. Darüber hinaus wird über die Luftströmung und den Unterdruck im Kraftwerk sichergestellt, dass Barrieren zur Zurückhaltung der Radioaktivität gegenüber der Umgebung vorgehalten werden.

Die Fässer in den Kavernen enthalten schwach- und mittelradioaktive Betriebsabfälle wie Filterharze und Verdampferkonzentrate. Die Kavernen und die Fässer waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen. Die Fässer sollten kurzfristig nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle aus Industrie und öffentlicher Hand gebracht werden.

Schacht Konrad sollte ursprünglich Mitte bis Ende der 90er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem es in der Vergangenheit mehrfach zu Verzögerungen kam, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025.