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vzbv: Seewindparks machen EEG-Umlage teurer

15.10.2015 von



Die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien werden im kommenden Jahr erneut steigen. Die EEG-Umlage soll von 6,170 auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde klettern. Ein Grund ist, laut der Verbraucherzentrale Bundesverband, der massive Zuwachs an Seewindparks. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert, dass die Bundesregierung immer noch am Ausbau der Seewindparks festhalte, obwohl die Energiewende an Land günstiger sei.

Alleine diesen Sommer ging fast ein Gigawatt Strom von Seewindparks ans Netz. Doch was wie ein großer Forschritt klingt, war in den vergangen Jahren mit vielen Problemen und Schwierigkeiten verbunden. So waren einige Seewindparks bereits betriebsbereit, konnten aber auf Grund der fehlenden Netzanbindung keine Energie produzieren. Auch große Stromautobahnen quer durchs Land sorgten für große Ausgaben. Windparks an Land seien, laut vzbv, die deutliche günstige Alternative.   

Angesichts der technologischen Entwicklung bei Solaranlagen und Batteriespeichern könnten zentralistische Infrastrukturen wie die Seewindparks zukünftig gar nicht mehr benötigt werden. „Es kann gut sein, dass die Bundesregierung mit der Offshore-Windenergie auf das falsche Pferd setzt und sich die Anlagen auf See schon bald als massive Fehlinvestitionen herausstellen“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

Die Ökostrom-Umlage, mit der die Stromkunden den Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien finanzieren, wird im kommenden Jahr auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das gaben die zuständigen Übertragungsnetzbetreiber heute bekannt. Anfang dieses Jahres war die Umlage erstmalig leicht gesunken. Für einen durchschnittlichen Haushalt liegt die Belastung aktuell bei knapp 216 Euro im Jahr. Im nächsten Jahr werden es 6,50 Euro mehr sein.