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Verbände fordern landwirtschaftsnahe Biogas-Förderung

Verbände fordern landwirtschaftsnahe Biogas-FörderungIm Rahmen der Bundestagsanhörung zur Energiewende haben der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, und der Präsident des Fachverbandes Biogas, Josef Pellmeyer, gemeinsam eine bessere Berücksichtigung landwirtschaftlicher Biogasanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefordert.

Gerd Sonnleitner sagte bei einer Veranstaltung der Verbände in Berlin: „Es ist ein Fehler, dass bei den Vergütungen für die Biomasse praktisch keine Degression mehr erfolgen soll. Dadurch besteht die Gefahr, dass neue Biogasanlagen praktisch nur noch in der Dimension eines „halben Landkreises“ mit 1.000 Hektar und mehr Anbaufläche gebaut werden.“ Nach Ansicht der Verbände könnte hierdurch die regionale Akzeptanz von Biogas in Frage gestellt werden.

Josef Pellmeyer kritisierte dagegen die starre Vorgabe für eine Wärmenutzung von 60 Prozent, die ein K.O.-Kriterium für viele neue Biogas-Projekte sei. Banken würden sich zukünftig die Finanzierung eines Biogas-Projektes zweimal überlegen, wenn durch einen eventuellen Wegfall eines Wärmekunden wesentliche Teile der EEG-Grundvergütung wegbrechen würden.

DBV und Fachverband Biogas kritisierten auch, dass durch die vorgesehene höhere Vergütung für neue Bioabfallanlagen den bestehenden Anlagen die Rohstoffe und damit die Existenzgrundlage entzogen wird. Die beiden Verbände fordern zudem ein realistisches Herangehen an die so genannte Markt- und Netzintegration. 

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