Gazprom kritisiert Energiepolitik der EU
Am gestrigen Donnerstagabend haben in Leipzig der russische Gaskonzern Gazprom und sein deutscher Partner, die Verbundnetz Gas AG (VNG), gefeiert, denn seit 40 Jahren wird russisches Erdgas nach Deutschland geliefert. Gazprom nutzte die Gelegenheit aber auch, um die Energiepolitik der EU zu kritisieren.
Der Vize-Vorstandschef von Gazprom, Alexander Medwedew, sagte laut Mitteldeutschem Rundfunk (MDR), es gebe zu viel Regulierung in der EU. Diese Aussage war auf das dritte Energiepaket der EU gemünzt, das unter anderem eine Trennung von Erzeugung und Vertrieb vorsieht.
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Pipeline-Kapazitäten müssen auch anderen Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Laut Gazprom ist z.B. die Gaspipeline Opal, die von Nord nach Süd durch den Osten Deutschlands führt, nur zu 50 Prozent ausgelastet. Die andere Hälfte muss für andere Anbieter freigehalten werden. Diese werde aber nicht genutzt. Medwedjew hofft auf weitere Verhandlungen zwischen Russland und der EU.
Die VNG ist durch langfristige Lieferverträge an Gazprom gebunden. Am 1. Mai 1973 war erstmals russisches Erdgas nach Ostdeutschland geströmt. Seither lieferte die russische Seite nach VNG-Angaben mehr als eine Billion Kubikmeter Erdgas nach Deutschland. Davon gingen 250 Milliarden Kubikmeter Erdgas an die VNG.













