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EEG-Reform verhindert Bau neuer Biogasanlagen

01.07.2014 von



Nach Ansicht des Fachverbandes Biogas wird die Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) den Zubau von Biogasanlagen weitgehend zum Erliegen bringen.


Der Zubau von neuen Biogasanlagen werde aufgrund fehlender wirtschaftlicher Einsatzstoff-vergütungen selbst den viel zu niedrigen Deckel von 100 Megawatt nicht erreichen, ist sich der Fachverband sicher. Auch die Erweiterung bestehender Anlagen werde begrenzt.

„Das neue EEG ist ein Rückschritt für die Energiewende in Deutschland. Bundes-wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat alle Warnungen der Wissenschaftsexperten sowie seiner Koalitionspartner ignoriert und die Bioenergie auf Basis einer kurzsichtigen und falschen Kostendiskussion ausgebremst, anstatt ihre wertvollen Eigenschaften voll zu nutzen", so Horst Seide, Präsident des Fachverbandes Biogas.

Auch den mangelnden Schutz von Investitions- und Vertrauenssicherheit kritisiert Seide. Die Bundesregierung habe in den letzten Jahren Betreibern und Projektierern immer wieder einen umfassenden Investitions- und Vertrauensschutz zugesichert. Der zurückliegende Gesetzgebungsprozess habe diesem Versprechen jedoch keine Rechnung getragen

Im Ergebnis werden mit der EEG-Reform zahlreiche innovative Arbeitsplätze bei zumeist im ländlichen Raum angesiedelten Biogasanlagenherstellern und Betreibern vernichtet. Das gesellschaftlich gewollte Ziel einer kostengünstigen auf erneuerbaren basierender Energiewende wird durch das Ausbremsen der Biogasnutzung unnötig verteuert und verzögert.