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Flüssigerdgas auf Schienen



Ist das Zeitalter der Pipelines vorbei? Mit neuen Transportmöglichkeiten über den Schienenverkehr könnte Gas bald nur noch in Waggons transportiert werden. So will der Waggonvermieter VTG einen neuen Kesselwagen entwickeln, der in Zukunft Flüssigerdgas transportieren soll.

Aktuell wartet der Hamburger Schienenlogistiker VTG noch auf die Genehmigungnen durch das Eisenbahnbundesamt, dann soll der neue Kesselwagen für Flüssigerdgas in den Vermietungsbetrieb gehen. Flüssigerdgas wird in der Regel für den Transport auf minus 162 Grad Celsius abgekühlt. Dabei verringert sich das Volumen um das 600-Fache. Genau diesen Umstand macht sich der neue Kesselwagen für Flüssigerdgas zu Nutze. Er zeichnet sich durch besondere Isoliereigenschaften aus, sodass einmal  kaltes Flüssigerdgas bis zu sechs Wochen ohne zusätzliche Kühlung transportiert werden kann.

Besonders mit aktuellen Konflikten in der Ukraine wird der Transport über Pipelines immer unsicherer. Mit den neuen Kesselwagen will man Flüssigerdgas überregional transportieren. Mit dem Hafen Brunsbüttel gibt es bereits erste Verhandlungen über ein eigenes Terminal für Flüssigerdgas. Da die meisten Schiffe jedoch noch nicht mit Flüssigerdgas betrieben werden, soll sich der Hauptabsatzmarkt vorerst auf energieintensive Industrieunternehmen konzentrieren.