Seite bewerten:
100%
0%

Turkish Stream Projekt droht zu scheitern

russisches Erdgas

Die Ukraine spielte eine zentrale Rolle als Transitland, um russisches Erdgas nach Europa zu bringen. Doch mit dem Ukraine Konflikt wird die Ukraine als Transitland für russisches Erdgas immer unattraktiver. Dennoch ist Europa nach wie vor ein attraktiver Markt für russisches Erdgas. Geplant war russisches Erdgas über die Türkei nach Europa zu liefern, doch dieses Vorhaben scheint nun mit den neusten türkischen Wahlen zu scheitern.

Nach den Wahlen in der Türkei steht die politische Zukunft des Landes auf wackligen Beinen. Die regierende Partei die AKP verlor erstmals seit 2002 die absolute Mehrheit. Nun muss die Partei eine Koalition mit einer anderen bilden, doch keine, andere Partei erklärt sich dazu bereit.

Dieses politische Chaos hat auch Auswirkungen auf die energiepolitischen Vorhaben des Landes russisches Erdgas zu importieren. So haben Gazprom und die Türkei vor einigen Wochen die Festland-Route für die künftige Gaspipeline Turkish Stream festgelegt. Doch die Wahlen haben nach Einschätzung russischer Medien das Projekt ins Wanken gebracht, denn offiziell fehle ein zwischenstaatlicher Vertrag für das Projekt.

Doch Gazprom versichert das Projekt ist sicher. So habe man sich bereits über die kommerziellen Bedingungen mit der Türkei geeinigt und werde noch bis Ende Juni einen Preis für das russische Erdgas vereinbart haben. Die Pipeline soll insgesamt 63 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas pro Jahr liefern. Davon sind 13 Milliarden Kubikmeter vom russischen Erdgas für die türkische Gasversorgung bestimmt.